Galt früher das Archiv als natürlicher Feind des Politikers ist es heute wohl – zumindest in diesem Sinne – Youtube. Das beste Beispiel: das klare Bekenntnis aller im Parlament vertretenen Parteien bei der sog. ORF Elefantenrunde zur Absetzbarkeit von Spenden für Non-Profit-Organisationen. Alle Fraktionsvertreter antworten auf die Frage von Ingrid Thurnher kurz mit “Ja”, “Ja”, “Ja, “Ja”, Ja”. Ein seltener Konsens. Dann wird bissl gegrummelt, Werner Faymann lacht herzlich (aber nicht, dass alle dann NGOs werden), Molterer will das aber nur dort, wo Spenden sinnvoll eingesetzt werden. Na bitte, dafür gibt´s sogar ein Gütesiegel, das sog. Spendengütesiegel (siehe Website der Interessensgemeinschaft Gemeinnütziger Organisationen)
Viele der betroffenen Organisationen haben vorgestern mit einer Protestaktion an dieses wichtige Anliegen erinnert. Im Regierungsübereinkommen ist das nämlich nicht vorgesehen. Kein Wort dazu.
Am 9. Dezember kommt lt. OTS von Werner Kogler ein diesbezüglicher Antrag in den parlamentarischen Finanzausschuß. Kommt die Spendenabsetzbarkeit nicht, rechnen die heimischen NGOs wie Ärzte ohne Grenzen, Caritas, Diakonie, GLOBAL 2000, Greenpeace, Hilfswerk, Rotes Kreuz, WWF und viele mehr mit weiteren gravierenden AUswirkungen, da im Zuge der Wirtschaftsflaute das Spendenvolumen sinken wird; der Bedarf an NGO Leistungen wird jedoch steigen. Eine kritische Situation, wo genau jetzt der Staat durch entsprechende Rahmenbedingungen steuern kann und muss.
Hier nochmals der diesbezügliche Reminder ua mit dem zukünftigen Bundeskanzler.







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