Die lange Nacht der Kolumnisten – warum nicht auch eine für Blogger?

1 12 2008

Gestern also die zweite Lange Nacht der Kolumnisten im Rabenhof (in Kooperation mit Datum). Eine feine Sache. 24 KolumnistInnen österreichischer Medien lesen einen oder mehrere Beiträge ihres Schaffens. Die Vorgabe lautet fünf Minuten; das mit dem Einhalten funktioniert noch nicht – insofern kann der Abend wirklich lang werden. Florian Scheuba & Thomas Maurer moderieren launig durch den Abend und bieten selbst manch Highlights (großartig die Lesung der “Die Vier Da” Szene aus der Folge “Der vierte Mann”)

Insgesamt ist die Lange Nacht der Kolumnisten ein sehr gelungenes Format, weil´s meist wirklich witzige und geistreiche Beiträge zu hören gibt und man – auch als Zeitungsvielleser – auf noch nicht so bekannte Namen stösst.  Klar, die Klassiker wie Daniel Glattauer, Rainer Nikowitz, Christian Seiler oder Doris Knecht (zugleich Erfinderin der Langen Nacht der Kolumnisten) sind eh auch dabei und machen das richtig gut. Gut lesen z.B. (ganz wichtig)

Die – weil eben noch nicht so bekannten – Überaschungen sind dann aber Leute wie Manfred Gram aka Illbilly The K.I.T.T.,, der regelmäßig in The Gap eine Kolumne schreibt oder auch Hosea Ratschiller, der FM4 Obmudsmann. Beide haben das live gut über die Rampe gekriegt.

Mir kam dabei der Gedanken, ob es eigentlich auch Lesungen für Blogs gibt? In Deutschland ist mir das mal untergekommen. Gab´s das nicht auch mal in Österreich?

Ich fänd, das wär keine schlechte Idee, denn einerseits könnte man dem Format Blog einen über die Online Community hinausreichenden Stellenwert verpassen. Es gibt viele Beiträge, die hohe sprachliche Qualität haben (keine Sorge, meine zähl ich nicht dazu…), geistreich und intelligent sind und nicht ausschliesslich als Community Tools funktionieren, sondern auch als eigenständige Texte. Blogger sind quasi die Kolumnisten des Internets.

Und es wäre gar nicht unwitzig, die Personen mal in anderem Kontext zu erleben und Texte in anderem Format zu hören. Aber es bräuchte einen angemessenen Rahmen dafür.

Das erste, was ja jemandem einfällt, wenn´s zu derartigen Überlegungen kommt, ist warum nicht gleich einen Award? Ich find aber, das bräuchts gar nicht, denn es geht nicht drum, wer von den guten besser ist. Was es schon bräuchte, wäre hingegen eine Auswahl nach gewissen Kriterien (Sprache, Storytelling etc. – evtl. gar eine Jury?). Es braucht auch keine “Lange Nacht der Blogger”, denn lange Nächte gibt´s eh schon ein paar. Aber warum nicht ein ähnliches, adaptiertes Veranstaltungsformat entwickeln?

Oder gibt´s da eh schon, und ich hab nix mitbekommen? Wenn ja, bin ich für sachdienliche Hinweise dankbar.

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