Josef Pröll Superhero?

15 12 2008

Die Regierung bemüht sich sehr darum, ein ganz anderes Bild der Zusammenarbeit und politischen Kultur abzugeben als zuletzt. Freundlich im Ton, kooperativ, man gönnt auch mal dem Partner was etc. Richtig  verwundert waren Journalisten über das Auftreten von Werner Faymann und Außenminister Spindelegger beim EU-Gipfel. Es gab gegenseitiges Lob und sogar eine echte gemeinsame Delegationssitzung (wie war das früher???).

Jetzt geht es auch um konkrete Erfolge dieser Regierung in einer schwierigen Zeit. Und tatsächlich bewegt sich was bei einem Thema, das schon jahrelang im Talon liegt und wo mit relativ geringem Aufwand viel erreicht werden kann. Die Spendenabsetzbarkeit für gemeinnützige Organisationen. Wie schon kürzlich gepostet, waren ja alle Spitzenkandidaten dafür.

Jetzt wird ernst gemacht (Pröll und Faymann) und schon wieder macht man sich eine Konfliktflanke auf, indem die Absetzbarkeit von Spenden nur für einen Teilbereich geöffnet werden soll, nämlich zur Armutsbekämpfung.  Die Reaktion ist natürlich, dass die anderen gemeinnützigen NGOs (da fallen auch Umweltorganisationen, Entwicklungshilfe, Menschenrechtsorganisationen etc.) jetzt aufschreien. Zu Recht. Die Absetzbarkeit von Spenden ist – in unterschiedlichen Modellen – in anderen Ländern absolut etabliert; eine Trennung der gemeinnützigen Bereich unüblich, weil ethisch wie auch rechtlich angreifbar. Zudem ist sie eine langjährige Forderung vieler Organisationen.

Wenn sich Josef Pröll dazu entscheidet, nun doch diese inhaltliche Beschränkung aufzuheben, und allen gemeinnützigen Organisationen, die gewissen Qualitätsstandards entsprechend (Spendengütesiegel!!) diese Möglichkeit bietet, hat er mehrere Vorteile:

1. Er hätte einen großen politischen Erfolg, den ihn niemand streitig macht (auch die Krone würde das abfeiern)

2. Pröll würde als Finanzminister und Vizekanzler damit Veränderung signaliseren.

3. Einnahmenseitig wäre der Ausfall relativ gering. Der Unterschied, wenn Ökos, Menschenrechte und Entwicklungsszusammenarbeit etc. auch in die Absetzbarkeit fallen, ist vernachlässigbar.

4. Der Finanzminister hätte inhaltlich etwas wichtiges erreicht, wenn es zu einem Modell kommt, das etwas bewegt und leicht administrierbar ist. (was im Grunde genommen kein Problem ist)

5. Pröll würde insbesondere in einem Segment, das regierungskritisch ist (weite Teile der Zivilgesellschaft), punkten und Vertrauen schaffen.

Kommt die Spendenabsetzbarkeit nur für einzelne inhaltlich Bereiche, vergibt er all diese Möglichkeiten. Denn am Koalitionspartner kann es wohl derzeit nicht scheitern ;)

Polit- und kommunikationsstrategisch wäre es wirklich unverständlich, diese Chance auszulassen.





GLOBAL 2000 Geburtstag mit Mauracher et al.

15 12 2008

Mit GLOBAL 2000 verbindet mich eine langjährige Geschichte. Die ersten wichtigen Jahre meiner politischen Auseinandersetzung im NGO-Umfeld hatte ich dort. Die Mission von Global ist die gleiche geblieben und es gibt auch nicht weniger zu tun – auch wenn sich nach 26 Jahren die Rahmenbedingungen geändert haben und z.B. das Umweltthema deutlich akzeptierter und etablierter ist als damals.

Zwischenzeitlich werden auch immer wieder gute Feste gefeiert – diesmal, also kommenden Mittwoch, kann sich insbesondere das Musikprogramm sehen lassen. Man merkt, dass mit Martin Aschauer dort jemand tätig ist, der aus der Musikkultur (FM5)  kommt. Besondere Freude kommt beim Namen “Mauracher” auf. Denn bevor ich meine “Best Of´08″ Listen durchüberlege, ist mir eins gewiß. Mauracher wird dort mehrmals vorkommen.  Weiters im Programm: Russkaja, Guadalajara, 78Plus, Harri Stojka, Hörspielcrew

Wann? Am Mittwoch, 17. Dezember, ab 19 Uhr

Wo? Im WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien

Wie viel? 14 Euro (Abendkassa), 10 Euro Vorverkauf (wienXtra jugendinfo)


Geholfen wird an dem Abend dem Projekt Tschernobyl-Kinder.

Weitere Infos auf der Global Website; der dazugehörige Spot ist auf Youtube zu finden und auch auf GOTV zu sehen.

Empfehlung meinerseits!








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