Bulb Fiction – kritisch betrachtet

21 09 2011

Kürzlich hatte ich mir “Bulb Fiction” (Regisseur Christoph Mayr) angesehen, ein “Dokumentarfilm” zur Energiesparlampe. Der Film verfolgt eine klare Intention, die letztendlich darauf hinausläuft, die Glühbirne wieder als Massenprodukt zurück zu fordern und die Energiesparlampe zu hinterfragen. Die Website untertitel etwas reißerisch mit “Die Lüge von der Energiesparlampe” Ob es ein Beitrag zu Aufklärung und Mündigkeit ist, wie auf der Website postuliert, darüber kann man diskutieren. Ich orte einige interessante, wissenswerte Informationen, sehe einige Aspekte im Film jedoch durchaus kritisch. Interessanterweise findet man derzeit kaum kritische Stellungnahmen zum Film. Hier einige Eindrücke dazu und eine differenzierte Meinung über Stärken und Schwächen von “Bulb Fiction”.
Zunächst muss man mal zum Titel gratulieren. Der ist einfach, aber ziemlich genial.

Bulb Fiction ignoriert aktuelle Entwicklungen
Der Film kritisiert massiv die EU-Effizienz-Kriterien für Haushaltslampen und den dazugehörigen Phase-Out Plan, weil jene Kriterien von herkömmlichen Glühlampen nicht erfüllt werden und sie daher Schritt für Schritt aus dem Handel verschwinden – so wie zuletzt die 60W Glühbirne, die seit 1.9.2011 nicht mehr angeboten wird. Irrtümlich wird öffentlich ja oft angenommen, dass die Glühlampe als solche verboten worden wäre. Korrekt ist jedoch, dass es strenge Effizienzkriterien gibt. (der Film selbst beschreibt das zwischendrin auch richtig) Als Alternative dazu wird im Film ausschließlich die Energiesparlampe behandelt. Jede/r, der sich jedoch mit aktuellen Beleuchtungstechnologien auseinander setzt, weiß, dass der aktuelle Trend eindeutig in Richtung LED (Leuchtdioden) geht und die Energiesparlampe noch nicht das Ende der Technologienentwicklung darstellt. Die EU-Verordnung hat bewirkt, dass seit einigen Jahren ein enormer Innovationsschub eingesetzt hat. Meine These: ohne ordnungspolitische Maßnahmen wäre es nicht dazu gekommen, weil Energieeffizienz aufgrund billiger Energie den KonsumentInnen und dem Markt leider weitgehend egal sind. (mehr dazu später)
Das einmal als Kernargument.

Interessenslagen: Verschwörungstheoretische Ansätze oder fundierte Marktanalyse
Nun, es ist keine Frage, dass die großen europäischen Konzerne im Beleuchtungssektor Einfluss auf die Entscheidung der EU-Kommission gehabt haben dürften. No na konsultieren Entscheidungsträger die Industrie, wenn es um die Umsetzung von Maßnahmen geht. Dass dies manchmal zu weit gehen kann, sehen wir hierzulande immer wieder, wie kürzlich, als ein Entwurf des Umweltministeriums zum Klimaschutzgesetz sehr offensichtlich von Vertretern der Industriellenvereinigung geschrieben wurde. (siehe Presse-Artikel “Wer Österreichs Gesetze schreibt”)
Der Film vermittelt jedoch den Eindruck, dass ein Kartell existiere, das die Entscheidung ausschließlich im Eigeninteresse der marktbeherrschenden Unternehmen erwirkt hätte. Nachweise gibt es dazu nicht. Was im Film fehlt ist eine fundierte Analyse des Glühbirnen-Marktes und der Akteure im LED-Bereich. In letzt genannter kann ich anmerken, dass es eine Vielzahl kleiner innovativer Firmen (davon einige hierzuland) gibt, die interessante Lösungen entwickeln und anbieten. Ist nicht viel mehr anzunehmen, dass sich der Markt durch die EU-Richtlinie letztendlich mehr ausdifferenzieren wird? Vieles spricht dafür. Was stimmt, ist, dass die qualitativ hochwertigeren Produkte teurer sind als die alte Glühbirnen und damit natürlich mehr Umsatz bringen. Zugleich sollen sie jedoch auch länger halten und dadurch seltener erworben werden (was der Film in Sachen Energiesparlampe teilweise anzweifelt)
Interessant, aber meiner Meinung nach manipulativ aufbereitet ist die Darstellung des sog. Phöbuskartells. Hier vermischen sich historische Dokumente mit der aktuellen Sachlage. Wenn man keinen genauen Blick auf die gezeigten Dokumente wirft, wird im Film nicht deutlich erklärt, dass es sich um Papiere aus den 30er Jahren handelt. So, das ist historisch interessant, aber was hat das mit der aktuellen Debatte zur Beleuchtung zu tun?
Vermittelt wird, das Kartell könnte jetzt noch aktiv sein. Dafür gibt´s jedoch keine substantiellen Indizien. Angesichts der wüsten, verschwörungstheoretischen 09/11-Dokus der letzten Wochen, wo teils sehr platt teils sehr geschickt Machenschaften postuliert werden, ist Vorsicht im Umgang mit derartigen Kontexten geboten. Menschen sind offenbar extrem zugänglich dafür.

Efficiency matters
In der PR-Arbeit rund um Bulb Fiction wird vermittelt, dass die EU nachgerade ausschließlich durch das Phase-Out ineffizienter Glühbirnen das Klima retten wollte. Tatsächlich war die Intention die einfach erzielbare Energieeinsparung im Haushaltsbereich und damit ein Beitrag zum Klimaschutz. Das betrifft jedoch eine Menge anderer Produktgruppen auch. Wer sich auch nur ansatzweise mit Klimaschutz auseinander setzt, weiß, dass die Reduktion der Treibhausgase nur durch eine Vielzahl an – unterschiedliche Sektoren betreffende – Maßnahmen erreicht werden kann. (oder durch eine deutlich Erhöhung der Energiepreise)
Der diesbezügliche Populismus im Film ist mir etwas zu billig, denn mit dieser Art der Kommunikationslinie kann ich jedes ansatzweise komplexe Problem auf dieser Welt aufmachen. Ja, unsere Welt ist komplex und daher wird auch die Lösung dessen nicht einfach. Dass die Energiesparlampe jedoch signikante Einsparungen beim Stromverbrauch erzielt (im Normalfall rund 80% im Vergleich zur Glühlampe), ist unbestritten. Dass bei den Energiesparlampen jedoch auch qualitativ schlechte Produkte auf den Markt geworfen wurden, ist sicher auch richtig, aber ja nicht der Kernpunkt im Film.
Bei aller Affinität zur Glühbirne: sie ist ein schlicht extrem energieineffizientes Produkt! Und beim allem Verständnis für die Befürworter des reinen Marktliberalismus, sorry to say: wir leben in einer Welt, wo es eben nicht nur darum geht, für sich selbst verantwortlich zu sein, sondern wo die Art, wie wir Energie verbrauchen eben auch Auswirkungen auf alle hat. Deshalb werden u.a. Treibstoffe effizienter gemacht, Gebäude sollen weniger Energie verbrauchen und eben auch unsere Haushaltsprodukte weniger Energie verschwenden. Vom notwendigen verhaltensbezogenem Systemwandel in Sachen Energieverbrauch ganz zu schweigen. Es ist legitim zu sagen, dass man die Gewichtung zwischen den einzelnen Sektoren oder Produktgruppen nicht angemessen findet. Aber das wird im Film nicht getan, denn wie wir Energie einsparen ist den Machern von Bulb Fiction offenbar ziemlich egal. Das ist wie gesagt legitim, aber meiner Meinung nach eben falsch.

Der Umgang mit Umweltgiften & die Schwäche bei Kontrolle bzw. Entsorgung
Hier macht Blub Fiction einen wichtigen Punkt, indem er den unsachlichen Umgang mit Umweltgiften wie Quecksilber thematisiert. Es mangelt an Kontrollen und beim Recyceln sind die Zustände offenbar auch unbefriedigend. Das betrifft sehr viele Bereiche und Stoffe und ist wahrlich kein Energiesparlampen-Spezifikum.
Blub Fiction konzentriert sich jedoch ausschließlich auf das Quecksilber-Problem in der Energiesparlampe und ignoriert – abgesehen von einem zu Wort kommenden Umweltmediziner – die Probleme, die sich in vielen anderen Substanzen und Produkten befinden. (man denke nur an Batterien und Elektrogeräte aller Art) Die Quecksilber-Diskussion ist übrigens nicht neu. Ich erinnere nur an die jahrelangen Amalgam-Debatten bei Zahnfüllungen oder – wie wir es noch als Kinder gelernt haben – den Umgang mit quecksilberhaltigen Fieberthermometern, die auch das eine oder andere mal in Haushalten kaputt gegangen sind. Nur zum Vergleich: Bei Untersuchungen der Stiftung Warentest wird angegeben, dass in einer Energiesparlampe meist etwa zwei Milligramm Quecksilber enthalten sind. (meist sollten es noch weniger sein) Fünf Milligramm soll das Maximum laut EU-Verordnung sein. Das (mitterweile in der EU verbotene) Quecksilber-Fieberthermometer enthielt 1 Gramm Quecksilber, also das 500fache einer durchschnittlichen Energiesparlampe.
Dennoch ist natürlich Vorsicht geboten, insbesondere wenn die Energiesparlampe zerbricht während sie brennt. Tatsächlich bin ich auch der Meinung, dass man im Bereich Entsorgungsangebote und Informationsmaßnahmen deutlich besser agieren könnte. Immer noch landen laut GLOBAL 2000 80 Prozent der Energiesparlampen im Restmüll.

Schwache EU-Performance
Stichwort Informationspolitik. Wie sich die EU-Kommission im Film präsentiert, ist auch nicht gerade ruhmbekleckernd. Es gibt eine Szene, in der die Pressesprecherin der EU-Kommission (anstelle der angefragten EU-Kommissare) auf Fragen antwortet, und dabei immer wieder den Fachexperten konsultiert, der nicht im Bild ist bzw. – wie erläutert wird – sein darf. So wird nicht gerade Vertrauen bei BürgerInnen geschaffen. Dass es offenbar keine Klarheit bei der Aufnahme gegeben hat, wann man on -und wann offrecords sei, ist aber auch ein kleines Foul von Mayr. Üblich und fair ist, wenn man das mit dem Interviewpartner klärt. Aber das nur am Rande.
Generell ist der Auswahl der Akteure recht einseitig. Das ist natürlich legitim, wenn es der Intention des Filmes entspricht. FDP-Abgeordnete Holger Krahmer, der BWL-Professor und Hedgefonds-Manager Max Otte oder die beiden Vertreter der Lichtdesigner-Vereinigung, die sehr viel Platz im Film erhalten, kontextualisieren den Inhalt natürlich entsprechend ihrer Agenda. Dass die Umweltseite nicht besonders gut aussteigt, wird geschickt dargestellt. Unverständlich eigentlich, denn die Umweltorganisationen beziehen sehr konkret Position sowohl zum Energiesparen wie auch zur Quecksilberbelastung.
Der Kernvorwurf der Filmemacher ist, dass die Öffentlichkeit bzw. Politik in Sachen Energiesparlampen manipuliert wurde, um die EU-Verordnung durchzusetzen. Konkret ist von “Propaganda” die Rede. Streng genommen arbeitet der Film selbst jedoch ebenso recht einseitig und wirkt in meiner Wahrnehmung potentiell manipulativ. Tatsächlich muss man mündiger, gut informierter Bürger sein, um aus den unterschiedlichen Quellen nützliche Informationen zu beziehen.

Wie gesagt, unsere Gesellschaft ist in Zeiten einer tiefen Vertrauenskrise in öffentliche Informationen und Institutionen, sehr zugänglich für die Darstellung von “Machenschaften” und Verschwörungen aller Art. Nahezu JEDER Inhalt – auch aus dem ökologischen Bereich – ist in irgendeiner Weise angreifbar. Für nahezu jedes Gutachten ist ein Gegengutachten heranziehbar. Unser Ziel als Gesellschaft muss jedoch sein, dass sachliche Entscheidungen im öffentlichen Interesse eben keine Glaubensfrage darstellen. Und öffentliches Interesse ist unter anderem die Reduktion des Energieverbrauchs wie auch der substantielle Beitag zum Klimaschutz. (und ja, natürlich auch der Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen) Ohne ordnungspolitische Maßnahmen wird das nicht gehen.
Es ist schade, dass es bei Bulb Fiction nicht wirklich gelungen ist, sich von Glaubensfragen zu entkoppeln, sondern der Dokumentarfilm letztendlich eine Bewegung für die Wiedereinführung eines (eben leider ineffizienten) Produkts darstellen will. Wo der Film wie gesagt richtig ansetzt ist bei der Schwächeanalyse und Bewusstseinsbildung für Auflagen bei der Verwendung von Quecksilber und bei der Entsorgung. Nicht bewerten kann ich die diversen lichttechnischen Aspekte ehrlich gesagt.

In einem Folgepost widme ich mich demnächst – anlässlich von Bulb Fiction – der Regulierung komplexer Materien. Ein schwieriges Thema, zugebenermaßen.

Abschlußanmerkung “in Zeiten wie diesen”: Im Sinne der Transparenz verweise ich darauf, dass ich in keinerlei geschäftlichem- oder Auftragsverhältnis zur Leuchtmittel-Industrie stehe.

Lesenswert ist übrigens dieser Praxistest von Roland Giersig, der seinen Haushalt soeben auf LED umstellt.


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19 responses

21 09 2011
Nadja Shah

Hmm, ich kann die Kritik nicht nachvollziehen – wer es schafft, sich der EU Gehirnwäsche zu entziehen und nur ein bisschen selbst nachdenkt, kann eigentlich ziemlich eindeutig sehen, dass bei der Glühlampenentscheidung vieles eine Rolle gespielt hat – sicherlich aber nicht die Energieeffizienz.

Und wer der Ansicht ist, die Verbraucher müssen zum Energiesparen gezwungen werden, der kann dies ganz einfach über den Energiepreis regulieren, der viel zu niedrig ist, wenn man sich all die Folgekosten ansieht.

und was in obiger Kritik untergeht sind die gesundheitlichen Aspekte des Lichts der drei zur Debatte stehenden Lampenarten: Weder LED noch Quecksilberlampen kommen an die Glühbirne heran, was deren Effekte auf die menschlichen Lichtbedürfnisse betrifft – das ist ein – für mich fast allein ausschlaggebendes – Faktum.

Und was die Glaubensfrage betrifft – wo ist der Nachweis, dass durch die Umstellung Energie eingespart wird – wer hat die Lebenszykluskosten inklusive Erzeugung und Produktion analysiert und dargestellt – Energiesparlampen stehen für mich ungefähr auf der gleichen Lösungstufe wie die thermischen Sanierung von Gebäuden mit unserem zukünftigen Plastikmüll – auch hier wird mit Momentaufnahmen gearbeitet und nicht ganzheitlich.

Wer die Energiefrage stellt, sollte insbesondere eine Lebenstilfrage stellen – denn die ist unser eigentliches Problem – Eine Gesellschaft, die auf konsumieren und damit wegwerfen ausgerichtet ist, die kann nur irgendwann kollabieren, egal was sie da oder dort einspart.

Und letztlich steht der Umgang mit der Glühbirne für das unehrliche Verhältnis von EU zu Industrie und Umwelt. Letzteres dient letztlich immer nur als Vorwand, um Geld zu verdienen. Es geht nie wirklich um echte Kreislaufwirtschaft.
Mir hat der Film daher gut gefallen – und ich gehöre zu denen, die daran glauben, dass man eine Glühbirne ganz einfach effizienter machen kann und daher der sogenannte Innovationsschub der oben angedeutet wird mit dem mir sympathischen Produkt Glühbirne genauso möglich gewesen wäre – aber wahrscheinlich nicht ganz so lukrativ.

19 01 2012
tronzi

Ich komme grade aus dem Kino und bin jetzt ziemlich geschockt. Ich gebe dir bei deinem Kommentar übrigens in allen Punkten recht ^^. Aber eines beschäftigt mich. Im Film wird unter Anderem die Umweltbelastung und die (sehr) hapernde Entsorgubg der Energielampen thematisiert. Ist es da nicht schlimm, dass ich noch NIE davon gehört habe wie oder wo man Energiesparlampen entsorgt?
P.S.: Es war die 2. Vorführung in Deutschland, würde mich sehr freuen wenn “Bulb Fiction” noch dieses Jahr in deutschen Kinos zu sehen wäre.

22 09 2011
Michael Horak (@fatmike182)

Langsam mache ich mir um die österreichische Doku-Szene Sorgen. Let’s make money, We feed the world, Plastic Planet… da ging man mit gewissem journalistischen Interesse an die Sache & betrieb notwendige Recherche. Bulb Fiction scheint ein weiterer Vertreter dieser Zunft sein, der versucht ein ideologisches Interesse mit einem Film zu untermauern.
Danke für die Analyse, bin auf den Folgepost gespannt!

@ Nadja Shah
“sich der EU Gehirnwäsche zu entziehen und nur ein bisschen selbst nachdenkt” ist zwar ein netter Strohmann & wenn man den anzündet hat man auch sicher lange Licht, aber wo ist das Argument das sich gegen die sachliche Kritik richtet?

ad Faktum Gesundheit
Wo finde ich die Studie auf die Sie sich berufen bzgl Gesundheit; oder sagt man das jetzt einfach so?
Mit LEDs kann ganz einfach das gleiche Spektrum erreicht werden, das eine Glühbirne hat, sogar effizienter ohne Energieverschwendung durch Abwärme (siehe verlinkter Test von Roland Giersig). Ihr “sympathisches Produkt” Glühbirne krankt eben genau an dieser Stelle.

25 09 2011
Nadja Shah

* internetaffine Leute wie Sie sicherlicher einer sind, brauchen nur googlen (zB Licht + Gesundheit oder Lichtbiologie oder LED und Gesundheit etc) und schon gibt es eine Menge zum Nachlesen…

* so sieht der Aufbau einer Energiesparlampe aus: http://www.stromonline.ch/energiesparlampe.html … ein Bild sagt mehr als tausend Worte (zumindest wenn man seinen Mind dafür noch öffnen kann :-) ) – hilft, sich auch zu vergegenwärtigen was hergestellt und was entsorgt werden muss.

*LEDs kenne ich in der Praxis bislang nur aus Taschenlampen oder bei punktuellen Lichtquellen – nicht wirklich als Raumbeleuchtungsmittel – was ich bislang dazu gesehen habe, läßt mich jetzt nicht wirklich zum LEDs Fan werden – siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode oder http://www.apotheken.de/news/article/gesunde-led-lampen-nur-ein-mythos/ – aber vielleicht ändert sich das noch – allerdings € 37,- für eine 40 Watt Lampe ist nicht ohne, wird sich jemand mit einem Einkommen von um die 1000,- nicht so einfach leisten (können).

*Energiesparende Lichtsysteme sind meines Erachtens in 1. Linie dort einzusetzen, wo dauernd das Licht brennt – da wäre zB die gesamte Straßenbeleuchtung, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude etc. da kann man auch wirklich Energie einsparen.

* im Privatbereich hingegen zählt meine Gesundheit und mein Wohlbefinden – und da überzeugen mich die neuen Systeme nicht – und da sie anscheinend nicht nur bei mir schlecht angekommen sind, hat es einer unschönen Zwangshandlung bedurft, um die Glühlampen aus den Wohnungen rauszubekommen – und immer wenn etwas mit Druck gemacht wird, wo viel Geld im Spiel ist, hilft die kleine Frage “cui bono” – und da es die Umwelt eigentlich eher wenig nützt (siehe Erzeugungsaufwand und Entsorgung http://www.led-beleuchtungstechnik.com/info/Hinweise-zur-Entsorgung-von-Altlampen.html) – hat auch mit der System des Emissionshandels zu tun – bleiben dann wohl nur noch die Erzeuger und Verkäufer übrig.
insoferne erlaube ich mir meine Sympathien :-) ))

28 09 2011
Michael Horak (@fatmike182)

@ Nadja Shah
zunächst ein Faktum behaupten & dann muss ich mir diese angebliche Tatsache selbst ergooglen? Ich zweifle mal sehr heftig an der Vertrauenswürdigkeit der Behauptung.
Mit einem Link zu sinnvollen Studien kann man mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

So nett der LInk zum Apothekenblatt ist, aber darin sind auch keine sachlichen Bedenken geäußert.

30 10 2011
Emsbuerener Kaeseblatt

Hi, dein Blog gefällt mir, sind sehr interessante Themen dabei. Ich habe auch einen über eine kleine und schöne Stadt in Deutschland mit Informationen und Veranstaltungen rund um Emsbüren, Gleesen, Bramsche Helschen, Hesselte, Lohne, Sommeringen, Messingen, bis Lingen und Geeste und anderen Orten im Emsland.

21 11 2011
gunnar

“Kritisch betrachtet”…. unter’m Strich soll es angeblich um Klimaschutz gehen^^

Selbst den Spruch MUSS man kritisch hinterfragen, denn:

1. Wer sagt, wievel Gesetze muss man Erfinden, um das Klima
zu ändern?

2. Wieviel Gesetze brauchen wir, um die Naturgesätzmäßigkeiten des Weltklimas zu verstehen?

3. Hat es den Klimawandel schon immer gegeben, von Warm-zu Kaltzeiten und zurück.

4. Kann der Mensch es wirklich beeinflussen, ob wir nun schneller einer Warm -oder Kaltzeitperiode zusteuern, oder dieses mit politischen Gesätzen beliebig oft und schnell umkehren?

5. Wieviel politische Gesetze benötigen wir also, um überall auf der Welt gemäßigte 20 Grad mit genug sauberen Trinkwasser auf der Erde zu erhalten?

Mehr zu Klimafragen; Google nach Wolfgang Flamme befragen …

30 01 2012
CuriosGuy

In dieser Kritik wird nicht einmal ein einziger Link zur Untermauerung jener Kritik benutzt. Und wer sagt, das die Studie richtig oder falsch ist? Wir wissen nicht ob wir belogen werden oder nicht. Aber wenn man im Unwissendem steht und uns Informationen verweigert werden, dann glaubt man schon eher das da etwas hinter dem Vorhang ist. Soviel dazu.

14 02 2012
Alfred

In einzelnen punkten mag der film vielleicht nicht 100% recht haben, das ist wohl bei den meisten dokus so.
Dass es aber den konzernen (und ihren lobbyisten bzw. politischen handlangern in der EU) NUR um den profit ging, bemerken alle, die eine energiesparlampe – mit versprochenen 7-10 jahren lebensdauer – nach knapp mehr als einem jahr ins geschäft zurückbringen, weil sie kaputt ist. Vor inkrafttreten der EU-regelung bekam man ohne umstände ein solches stück aus garantiegründen ersetzt (kostenlos natürlich); jetzt, da es keine glühbirnen mehr zu kaufen gibt, hat man glück, wenn der einzelhändler kulanzhalber vom preis der neuen ESL was nachlässt – die konzerne selbst lehnen nämlich die garantieregelung ab. Sie haben ja erreicht, was sie wollten, und “dürfen” leider für das teure produkt keine billige alternative mehr anbieten.

1 05 2012
Andre Erdna

Mal sone Frage…alle reden davon das die alten Birnen energieverschwender sind…..Aber wenn unsere Energie eh von Wind Wasser oder Gezeiten kommt ist diese ja eh gratis und es wäre egal wieviel man verbraucht??!!Also was soll die kacke??’Mein Nokia lad ich einmal die Woche …Ein I phone muss jeden Tag geladen werden also was soll der schwachsinn von wegen Energie sparen???Heuchlerei ey

3 05 2012
Burli03

Wenn man sich den Film nüchtern betrachtet, dann stellt sich die Frage, wieso leben wir noch??
Wir müßten doch schon längst alle hirnlos umher irren und sich kollektiv wie die Lemminge von Klippen, Bergen oder Hochhäusern stürzen.
Kann mir jemand definitiv mitteilen, wie hoch derzeit die Zahl der Verkehrs-toten weltweit ist und wieviele Tote es sind, die durch diese dämonischen Leuchtmittel verursacht wurden??.

Sieben Milliarden Menschen heute und in ca. 25 Jahren über 10 Mrd. der Bevölkerung benötigen Energien und Ressourcen, die nicht mehr so einfach vorhanden sein werden.
Doch das damit verbundene größte Problem ist der Mist oder auch Müll genannt, der von jedem Einzelnen verursacht wird. Daran wird sich die Bevölkerung ersticken und nicht an dem Schwachsinn, daß Energie-spar-lampen uns vergiften.
Die Weltbevölkerung muß sich endlich wieder gesund schrumpfen.

Unsere größte Energiequelle ist die Sonne, die es gilt anzuzapfen. Doch, damit ist dann nichtsmehr zu verdienen, so wie es in einem Scheibenwischer-Bericht aus den Achtziger Jahren gesendet wurde.
Die herrschenden Stromfürstentümer gehen dadurch leer aus.

Oder schaut Euch doch die Weltmeere an, in die verbrecherische Nationen unverantwortlich ihren hochgiftigen ATOMMÜLL und andere tödliche Gifte einfach so entsorgen.
Als Geschenk an die nächsten Generationen, wenn die Fässer sich langsam aber sicher auflösen und die Meere samt Inhalt hochgradig vergiftet sind.

7 05 2012
DiMaDi

Als Kameramann bin ich extrem empfindlich was Licht angeht. Und da sind Energiesparlampen KÖRPERVERLETZUNG. Das gleiche trifft übrigens auch auf LEDs zu. Das menschliche Auge ist ein linear verteiltes Spektrum von Infrarot bis Ultraviolett gewöhnt, Röhren und LEDs erzeugen drei einzelne Spiekes – rot, grün und blau – die dann zusammengesetz eine ART weiss ergeben. Grässlich. Und wirklich gesundheitsschädigend.
Auch ist das Auge eine in der Helligkeit lineare Beleuchtung gewöhnt, nicht dieses unerträgliche Geflacker. Man sagt ja, dass der Auge ab 25 Bilder pro Sekunde keine Einzelbilder mehr erkennen kann, also ein Flackern über 25 Hz nicht auffällt. Genau so wenig kann ein Mensch einen Ton von 21 kHz wie bei einer Hundepfeiffe hören. Wenn man den nur laut genug vorgelegt bekommt erzeugt der dann auch mächtige Kopfschmerzen…
Übrigens, das mit den 25 Bilder pro Sekunde gilt auch nur, wenn die Bilder auch einer 25stel Sekunde stehen bleiben. 25 Blitze pro Sekunde mit einer 1000stel Sekunde Leuchtdauer erzeugen auch ein MORDS Flackern. SICHTBAR.

8 05 2012
andré

@ DiMaDi

Kameramann, soso. Dann solltest du aber wissen, dass das menschliche Auge sogar 75 bis 100 Bilder die Sekunde wahrnehmen kann. ESLs haben nun deswegen ein elektronisches Vorschaltgerät eingebaut, welches das Leuchtmittel 50.000 mal die Sekunde zündet. Das verwendete Leuchtmittel reagiert zudem sehr träge, Lichtblitze entstehen da nicht. Das und die Trägheit des Auges, zudem, dass das Auge 50.000 Lichtblitze nicht mehr auflösen kann, sorgen dafür, dass ESL eben nicht flackernd wirken. Auf Wikipedia z.B. gibt es einen klärenden Beitrag dazu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe

Und an zig anderen Stellen. Wie man im Jahr 2012 noch auf dem angeblichen Flackern rum reiten kann, ist mit absolut schleierhaft.

Mit den Spikes habe ich erst gar nicht verstanden. Eine Art weiß? WTF?

——-

Ansonsten eine schöne Stellungnahme seitens guensberg.wordpress zu Bulb Fiction. Danke.

12 05 2012
Philips

Was ist an den Spikes so schwer zu verstehen? Du selbst verweist auf den Wikipedia Artikel, wo das kontinuierliches Spektrum einer 60-W-Glühlampe mit dem diskontinuierliches Linienspektrum einer äquivalenten 11-W-Kompaktleuchtstofflampe verglichen wird…

8 05 2012
guensberg

Danke für die vielen, teils sehr anregenden und interessierten Kommentare. Da ich nicht den Anspruch habe, mit meinem Blogpostings vollendete Meinung darzustellen, sondern dies immer als Teil eines Diskurses sehe, freue ich mich über inhaltliche Verweise und Statements.
Das ist ja der Sinn der Bloggerei. Meinung teilen und Feedback erhalten.
Dass ich in einigen Foren wegen der Veröffentlichung meiner Meinung und EIndrücke beschimpft werde, nehme ich zur Kenntnis. Die inhaltlichen gehaltvollen Rückmeldungen (auch kritisch mir gegenüber) sind mir aber deutlich wichtiger.

16 05 2012
Peace

>Mit LEDs kann ganz einfach das gleiche Spektrum erreicht werden, das >eine Glühbirne hat,

Das ist schlicht und einfach falsch!
LEDs strahlen Prinzip bedingt immer nur in gewissen Wellenbereichen.

> ESLs haben nun deswegen ein elektronisches Vorschaltgerät eingebaut, >welches das Leuchtmittel 50.000 mal die Sekunde zündet. Das verwendete >Leuchtmittel reagiert zudem sehr träge, Lichtblitze entstehen da nicht.

Das geht leider am Thema vorbei.
Man kann, wie auch im Film gezeigt, sehr leicht das flimmern zeigen. Schliesse einfach eine Photodiode an ein Oszilloskop an, und Dann kannst Du sehen, wie deine ESL flimmert.
Die Frage ist nicht, ob Sie flimmern und ob das für den Menschen direkt sichtbar ist, sondern ob das eventuell schädlich ist.

Das grösste Argument gegen ESLs ist für mich ganz klar das Quecksilber. Es ist hier wirklich erschreckend zu sehen, wie das viele Quecksilber (über die gesamte produzierte Lampenmenge) schliesslich zu grossen Teilen weit in der Umwelt verbreitet wird…
Es ist für mich unverständlich, weil es auch andere Technologien geben würde (und damit meine ich nicht einmal unbedingt LEDs), welche keine solchen schädlichen Stoffe benötigen.

Das zweite Argument gegen ESLs ist für mich wiederum ganz klar die EM-Belastung. Es ist schon seltsam, wie für Geräte am Arbeitsplatz viel strengere Regelungen herrschen , als Zuhause…

Das Argument mit der Lebensdauer ist sowieso ein Witz, weil es eh möglich wäre selbst Glühbrinen mit viel längeren Lebensdauern zu bauen.

17 05 2012
Dr. Rüdiger Paschotta

Ich stimme der Analyse des interessanten Blog-Beitrags zu, möchte aber noch ergänzen, dass sich der Film “Bulb Fiction” konsequent extrem fragwürdigen “Experten” oft gar aus dem Esoterik-Bereich bedient, ohne freilich dies kenntlich zu machen. In meinem Online-Artikel “Bulb Fiction: ein Propagandafilm gegen die Energiesparlampe” (am Rande des RP-Energie-Lexikons) habe ich detailliert gezeigt, wie diese “Experten” krasse Fehler begehen, absolut schräge Vergleiche anstellen, und wie der Film völlig haltlose, böse Unterstellungen verbreitet. Auch wenn mir diese Analyse erst mal eine Ladung primitiver Schmähkritik einträgt von Leuten, die offenbar durch keinerlei Fakten und Argumente zum Zweifeln an vorgefassten Meinungen gebracht werden können, halte ich ein entschiedenes Eintreten gegen solche üble, gesellschaftsschädliche Propaganda für dringend geboten.

17 05 2012
guensberg

Danke für die Info. Ist das der richtige Link?
http://www.energie-lexikon.info/bulb_fiction.html

Mir wurde auch kürzlich berichtet, dass einige Akteure und Experten, die interviewt wurden und andere Position einnehmen als sie der Film trägt, dann eben gar nicht berücksichtigt wurden. Was ebenso legitim ist, aber das geringe Erkenntnisinteresse offenbart.

21 05 2012
Dr. Rüdiger Paschotta

Der Link stimmt. Der Artikel wird übrigens noch gelegentlich erweitert, wenn neue Aspekte auftauchen. Man findet dort auch noch einen zweiten Artikel, der die Quecksilber-Problematik noch detaillierter bespricht.

Es sieht so aus, als hätte man sich als Vertreter einer Gegenposition erst durch Stammeln oder ähnliche Ungeschicklichkeiten qualifizieren müssen. Vielleicht sind die anderen Interviewpartner daran gescheitert.

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