das nenn ich Exklusivität: das Obama SMS!

12 08 2008

Ja, auch ich hab wie Millionen andere das Mail von Obama Barack´s Kampagnenmanager David Plouffe erhalten:

“Barack Obama is about to make one of the most important decisions of this campaign — choosing a running mate.
You have helped build this movement from the bottom up, and Barack wants you to be the first to know his choice.
Sign up today to be the first to know:”

Verdammt, was für ein geniales Mail. Die Obama Kampagne hat völlig richtig erkannt, dass Exklusivität (be the first) und Schnelligkeit zu den wichtigsten Assets gehören, die das Web bzw. die mobile Kommunikation bieten kann. Man vermittelt dem Adressaten etwas Besonderes zu sein, schafft damit Verbindlichkeit (weil Dankbarkeit), macht auch jene neugierig, die noch keine Fans sein und stabilisiert jene, die schon Fans sind.

Und ja, man kommt wohl so an jede Menge toller Adressen. Natürlich ist die Exklusivität nur eine vermittelte. Denn zeitgleich werden alle Medien genau diese Info featuren. Aber dennoch: man wird direkt informiert und nicht NACH den medien. Das hat schon Qualität, keine Frage.

Man muss was bieten, wenn man über Web eine echte Beziehung zum Aktivisten oder potentiellen Wähler aufbauen will. Und das tut die Obama Kampagne definitiv. Im Gegensatz übrigens zu den meisten österreichischen Webkampagnen im Wahlkampf. Dass man auf die social community tools von FlickR über youtobe bis hin zu Xing und myspace zurückgreifen kann, ist schon mal ein richtiger Schritt, um die eigenen Sympathisanten zu vernetzen und an den Kampagnencontent anzudocken. Aber welchen spezifischen Anreiz biete ich? Welches Dokument krieg ich exklusiv online?

Wichtig ist neben Unterhaltung eben exklusive Information zu bieten. Und naja, die find ich mit wenigen Ausnahmen noch kaum was hierzulande.

Die vielzitierte Aktion von Christoph Chorherr und den GRÜNEN, bei der man Plakatvorschläge machen kann, war da ein völlig richtiger Ansatz, der funktioniert hat. Das Versprechen lautet: wir setzen uns mit euren Vorschlägen auseinander und setzen auch um, weil: wir nehmen euch ernst. Dass die meisten Vorschläge sehr wohl beweisen, warum es doch professionelle Agenturen braucht, ist da zweitrangig bzw. eigentlich ja beruhigend. Denn sooooo einfach ist es dann doch nicht, ein strategisch sinnvolles, gut designtes Plakat zu kreiieren.Abstimmen kann man übrigens derzeit über die Plakatvorschläge der GRÜNEN am Chorherr Blog

Ein schönes Beispiel für die starke Kombination von Mitmach, Web 2.0 und Kreatitvität kam kürzlich von Greenpeace in Kooperation mit super-fi. Im Zuge der SUV Kampagne konnte man Spots einreichen, die von einer Fachjury bewertet und awarded wurden. Auch das sieht man in Österreich noch recht selten, insb. im politischen Bereich.

So, und jetzt bin ich wieder sehr gespannt, wer Obama´s Running mate sein wird…


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One response

5 11 2008
We just made history - Obama´s mail « g u e n s b l o g

[…] vom Kampagnenleiter, mal von Michelle oder den Clintons als Absender. Man erinnere sich nur an die Obama SMS Aktion zur Bekanntgabe des […]

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