LED statt Glühbirne – ein Verbot als Innovationsmotor

22 12 2008

Viele Pro´s und Contra´s gab´s in letzter Zeit zum Glühbirnen-Verbot in der Europäischen Union. DNahezu alle Medien haben darüber berichtet. Der Kurier hatte eine kontroverse Diskussion, auch im Standard erschien ein interessanter, kritischer Beitrag eines Lichtplaners. as Ökocenter Blog hat die aktuellen Entwicklungen rund um das Glühbirnen-Aus kürzlich in einem Posting zusammengefasst.

Prinzipiell habe ich auch für jene Verständnis, die Bedenken äußern, insbesondere was die Qualität der Energiesparlampen betrifft (wobei manche Kritikpunkte insbesondere im Haushaltsbereich  leicht zu entkräften sind). Bei vielen Produkten, die am Markt erhältlich sind, gibt es tatsächlich Problem mit Lichtqualität, Haltbarkeit und Dimmbarkeit. Es flackert schlicht bei einigen Energiesparlampen grausam, wenn man versucht die zu dimmen – ich kenn das Problem.

Warum ich dennoch der Meinung bin, dass das stufenweise Glühbirnen Verbot sinnvoll ist, ist der enorme Innovationsschub der für neue Produkte ausgelöst wird. Insbesondere in der LED Technologie, aber auch in der Weiterentwicklung der Energiesparlampe.

Es gibt genug Beispiele, wo ohne ordnungspolitische Maßnahmen der Druck für neue Innovationen nicht ausreichend gewesen wäre. All die Alternativen zu den FCKW in den 80er und 90er Jahren hätte es kaum gegeben, wäre nicht klar gewesen, dass es zum (nahezu) weltweiten Phase-out kommt. Auch die Autoindustrie hätte wahrscheinlich deutlich früher schärfere Effizienzkriterien gebraucht. Denn der Markt interessiert sich nicht für Energieeffizienz relativ wenig.

Aber nochmals zur Alternative in der Beleuchtung.

LED steht für Licht Emittierende Diode. LED-Beleuchtung ist schon seit längerem im Einsatz, vor allem in der Signal- und Reklamebeleuchtung; jedoch aufgrund vergleichsweise geringer Lichtausbeute und fehlender Verfügbarkeit aller Lichtfarben nur in Nischen im Einsatz und kaum im Haushalt.

Das wird sich jedoch ändern. Alle großen Unternehmen im Beleuchtungsbereich arbeiten an neuen LED Lösungen. Und insbesondere für die kleinere Unternehmen, die schon lange innovativ in diesem Segment forschen, ist nun die Chance größer.

zetalux_led_buy_now_mediumErst kürzlich wurde ein Produkt präsentiert, das zeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Earth LED ist schon seit einigen Jahren im LED Bereich aktiv und hat nun mit der Earth LED ZetalLux Leuchte ein weiteres interessantes Produkt vorgestellt, das  sich offenbar schon den Qualitäten der Glühbirne nähert. Die 7 Watt Lampe ist vergleichbar mit einer herkömmlichen 60 Watt Glühbirne. Mit rund $ 50,-  ist der Ankaufspreis natürlich nicht gering; die Betriebskosten sind jedoch derart gering, dass es einen Versuch wert ist. (ich erlaube mir einen Selbsttest) Insbesondere das Lichtspektrum macht die Sache qualitativ interessant.

Ich bin gespannt; die Produktbeschreibung und einige Onlinetests versprechen einiges (siehe unten). Und das ist nur Beginn einer Vielzahl neuer innovativer Entwicklungen.

Klar gäbe es Innovationen auch ohne Verbot – aber zumindest eine Beschleunigung der Entwicklungen und ein Rennen um den Wettbewerbvorteil wird erreicht.

“ZetaLux is built upon the latest LED Engine from CREE allowing for amazing efficiency, high output and a new benchmark in Color Rendering Index (CRI) performance. CRI is a a good way to determine the quality of light and its faithfulness to render colors correctly, EvoLux features a a CRI of 75 for cool white and 80 for Warm White making them exceptional for LED Light Bulbs.

The ZetaLux has been designed to the most exacting standards of any LED light bulb currently on the market. From its oversized aluminum heat sink to its flame retardant plastic, to its shatter proof lens, the ZetaLux is built to perform safely and efficiently for over 50,000 hours. The ZetaLux’s rugged design also allows it to perform under the harshest conditions including frigid -50 degree frost all the way up to scorching 180 degree heat with 95% humidity.”

(Quelle Pressetext ZetaLux)

via Cleantechblog


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5 responses

22 12 2008
kritikus.at

Also wenn ich an das Licht von LED-Taschenlampen denke, dann scheint mir das keine Alternative für´s Wohnzimmer zu sein. Die sollen ihre LED-Leuchten zuerst fertig entwickeln, einen Preis kalkulieren und dann werden wir sehen, ob´s uns gefällt. Das Glühbirnenverbot war jedenfalls voreilig (gelinde ausgedrückt – normalerweise müsste man korrupt sagen…).

Das als Beispiel genannte FCKW-Verbot passt da ganz gut zum Glühbirnenverbot. Da ging es genauso nur um´s Geschäft. Das “Ozonloch” war nämlich als Phänomen “Südliche Anomalie” schon gut zwanzig Jahre vorher bekannt. Das FCKW hat mit dem wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun und wurde nur verboten, weil die Patente ausgelaufen sind und das Nachfolgegas ca 30x so teuer ist (Patentinhaber Dupont = Rockefeller…).

Ich hoffe, dass die LED-Hersteller am Volkbetrug Glühbirnenverbot nicht beteiligt sind. Wenn sie die Lichtqualität in den Griff bekommen, könnte das wirklich eine Alternative werden – ev. sogar ohne Elektrosmog…

23 12 2008
guensberg

Naja, gleich Korruption zu unterstellen scheint mir gewagt. Ich denke, dass auch in der Beleuchtungsindustrie ein Wandel vonstatten gehen muss, und natürlich profitieren von Auflagen und Verbote einige mehr, andere weniger. Dass es einen Technologiewechsel aber aus Effizienzgründen mal geben muss, ist auch absehbar gewesen. Und wer am Schluss die Nase vorne hat, ist bei weitem noch nicht entschieden. Grad durch die noch nicht ganz ausgereifte LED Technologie.

Auch bei den FCKW hat es nicht ein Folgeprodukt (wie das industriell gepushte R 134a, das stark treibhauswirksam ist) gegeben, sondern eine Vielzahl an Alternativen für sehr sehr unterschiedliche Anwendungen. Aber jene mussten erst in die Gänge kommen. Der Ozonschichtabbau ist deutlich über eine südliche Anomalie hinausgegangen. Leider brauchen die FCKW Jahrzehnte bis sie abgebaut werden, daher braucht es, bis die Maßnahmen wirken. Klar sind komplexe Probleme wie der Ozonschichtabbau nicht monokausal zu begründen.

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