Sofa Surfers live: getrieben im Rhythmus der Stadt

10 02 2009

Seit vielen Jahren (fast Anbeginn) sind die Sofa Surfers ein konstanter, hoch geschätzter Begleiter meiner Playlists. Ihre Liveevents zählen fast immer zu den Highlights (kleine Ausnahmen eigentlich nur dann, wenn der lokale Sound überfordert wird)

Gestern war nach recht langer Zeit wieder Gelegenheit, die Sofa Surfers auch mit neuem Material live zu hören. Das noch dazu in der wunderbaresten Musiklocation der Stadt, dem Porgy & Bess. Eingeladen hat Monkey Music, Rahmen war die Präsentation des neuen Music Store von Nokia.

sofa2Was soll man sagen. Die Sofa Surfers gehören schlicht zu den aufregendsten Bühnenperformern des Landes. Die treibenden Beats, schweren Bässe, subtile aber teils knallharte Instrumentierung und der seit dem letzten Album (2005) agierende Sänger Mani Obeya geben ihren Nummern etwas ganz spezifisches. Die Sofa Surfers haben trotz ihrer ständigen Erneuerung einen spezifischen Sound kreiiert, mit dem sie sofort identifizierbar sind. Das neue Material hat gestern  gleich erstaunlich gut funktioniert; teils sehr direkt – Sofa Surfers Metal hab ich mir mal zwischendrin gedacht, aber zugleich immer nuanciert und treibend.

bild303Und die Sofa Surfers zeichnet noch was: mir ist kaum eine Band bekannt, die ihre Visuals derartig explizit in ihre Musik einbaut und damit die Brücke zwischen Musik, Film und mE auch Architektur schafft. Das war immer so und es ist kein Wunder, dass die Sofa Surfers seit Jahren für erstaunliche Filmprojekte wie die Wolf Haas Verfilmungen herangezogen werden. Sie erzeugen auch dort genau jenes düstere Klangbild, das  der Stimmung der Geschichten entspricht. (zumindest in meinem Kopf). Genial vor einigen Jahren übrigens auch das “Life in Loops” Filmremix-Projekt von Timo Novotny, der Michael Glawoggers Megacities neu gestaltet hat. Auch bei den gestrigen Visuals war Stadt & Architektur omnipräsent. Hier ein interessantes CHilli.cc Interview mit Novotny zur Arbeit an Life in Loops.

Die Sofa Surfers spielen in den kommenden Wochen einige Gigs zu ihrem Soundtrack:  Triple score of private eye “Brenner”.  Nicht verpassen!

Danke an Peter Drössler für das erste und dritte Foto!

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2 responses

10 02 2009
pierre

gibt es einen grund, warum ich auf meine voggenhuber frage keine antwort bekomme?

25 11 2010
Stöckchen -> 14 Musikfragen (Part II) « Laila's Musik Blog

[…] „Can I get a Witness“ von „Sofa Surfers“ kriege ich jedes Mal eine […]

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