Bulb Fiction – kritisch betrachtet

21 09 2011

Kürzlich hatte ich mir “Bulb Fiction” (Regisseur Christoph Mayr) angesehen, ein “Dokumentarfilm” zur Energiesparlampe. Der Film verfolgt eine klare Intention, die letztendlich darauf hinausläuft, die Glühbirne wieder als Massenprodukt zurück zu fordern und die Energiesparlampe zu hinterfragen. Die Website untertitel etwas reißerisch mit “Die Lüge von der Energiesparlampe” Ob es ein Beitrag zu Aufklärung und Mündigkeit ist, wie auf der Website postuliert, darüber kann man diskutieren. Ich orte einige interessante, wissenswerte Informationen, sehe einige Aspekte im Film jedoch durchaus kritisch. Interessanterweise findet man derzeit kaum kritische Stellungnahmen zum Film. Hier einige Eindrücke dazu und eine differenzierte Meinung über Stärken und Schwächen von “Bulb Fiction”.
Zunächst muss man mal zum Titel gratulieren. Der ist einfach, aber ziemlich genial.

Bulb Fiction ignoriert aktuelle Entwicklungen
Der Film kritisiert massiv die EU-Effizienz-Kriterien für Haushaltslampen und den dazugehörigen Phase-Out Plan, weil jene Kriterien von herkömmlichen Glühlampen nicht erfüllt werden und sie daher Schritt für Schritt aus dem Handel verschwinden – so wie zuletzt die 60W Glühbirne, die seit 1.9.2011 nicht mehr angeboten wird. Irrtümlich wird öffentlich ja oft angenommen, dass die Glühlampe als solche verboten worden wäre. Korrekt ist jedoch, dass es strenge Effizienzkriterien gibt. (der Film selbst beschreibt das zwischendrin auch richtig) Als Alternative dazu wird im Film ausschließlich die Energiesparlampe behandelt. Jede/r, der sich jedoch mit aktuellen Beleuchtungstechnologien auseinander setzt, weiß, dass der aktuelle Trend eindeutig in Richtung LED (Leuchtdioden) geht und die Energiesparlampe noch nicht das Ende der Technologienentwicklung darstellt. Die EU-Verordnung hat bewirkt, dass seit einigen Jahren ein enormer Innovationsschub eingesetzt hat. Meine These: ohne ordnungspolitische Maßnahmen wäre es nicht dazu gekommen, weil Energieeffizienz aufgrund billiger Energie den KonsumentInnen und dem Markt leider weitgehend egal sind. (mehr dazu später)
Das einmal als Kernargument.

Interessenslagen: Verschwörungstheoretische Ansätze oder fundierte Marktanalyse
Nun, es ist keine Frage, dass die großen europäischen Konzerne im Beleuchtungssektor Einfluss auf die Entscheidung der EU-Kommission gehabt haben dürften. No na konsultieren Entscheidungsträger die Industrie, wenn es um die Umsetzung von Maßnahmen geht. Dass dies manchmal zu weit gehen kann, sehen wir hierzulande immer wieder, wie kürzlich, als ein Entwurf des Umweltministeriums zum Klimaschutzgesetz sehr offensichtlich von Vertretern der Industriellenvereinigung geschrieben wurde. (siehe Presse-Artikel “Wer Österreichs Gesetze schreibt”)
Der Film vermittelt jedoch den Eindruck, dass ein Kartell existiere, das die Entscheidung ausschließlich im Eigeninteresse der marktbeherrschenden Unternehmen erwirkt hätte. Nachweise gibt es dazu nicht. Was im Film fehlt ist eine fundierte Analyse des Glühbirnen-Marktes und der Akteure im LED-Bereich. In letzt genannter kann ich anmerken, dass es eine Vielzahl kleiner innovativer Firmen (davon einige hierzuland) gibt, die interessante Lösungen entwickeln und anbieten. Ist nicht viel mehr anzunehmen, dass sich der Markt durch die EU-Richtlinie letztendlich mehr ausdifferenzieren wird? Vieles spricht dafür. Was stimmt, ist, dass die qualitativ hochwertigeren Produkte teurer sind als die alte Glühbirnen und damit natürlich mehr Umsatz bringen. Zugleich sollen sie jedoch auch länger halten und dadurch seltener erworben werden (was der Film in Sachen Energiesparlampe teilweise anzweifelt)
Interessant, aber meiner Meinung nach manipulativ aufbereitet ist die Darstellung des sog. Phöbuskartells. Hier vermischen sich historische Dokumente mit der aktuellen Sachlage. Wenn man keinen genauen Blick auf die gezeigten Dokumente wirft, wird im Film nicht deutlich erklärt, dass es sich um Papiere aus den 30er Jahren handelt. So, das ist historisch interessant, aber was hat das mit der aktuellen Debatte zur Beleuchtung zu tun?
Vermittelt wird, das Kartell könnte jetzt noch aktiv sein. Dafür gibt´s jedoch keine substantiellen Indizien. Angesichts der wüsten, verschwörungstheoretischen 09/11-Dokus der letzten Wochen, wo teils sehr platt teils sehr geschickt Machenschaften postuliert werden, ist Vorsicht im Umgang mit derartigen Kontexten geboten. Menschen sind offenbar extrem zugänglich dafür.

Efficiency matters
In der PR-Arbeit rund um Bulb Fiction wird vermittelt, dass die EU nachgerade ausschließlich durch das Phase-Out ineffizienter Glühbirnen das Klima retten wollte. Tatsächlich war die Intention die einfach erzielbare Energieeinsparung im Haushaltsbereich und damit ein Beitrag zum Klimaschutz. Das betrifft jedoch eine Menge anderer Produktgruppen auch. Wer sich auch nur ansatzweise mit Klimaschutz auseinander setzt, weiß, dass die Reduktion der Treibhausgase nur durch eine Vielzahl an – unterschiedliche Sektoren betreffende – Maßnahmen erreicht werden kann. (oder durch eine deutlich Erhöhung der Energiepreise)
Der diesbezügliche Populismus im Film ist mir etwas zu billig, denn mit dieser Art der Kommunikationslinie kann ich jedes ansatzweise komplexe Problem auf dieser Welt aufmachen. Ja, unsere Welt ist komplex und daher wird auch die Lösung dessen nicht einfach. Dass die Energiesparlampe jedoch signikante Einsparungen beim Stromverbrauch erzielt (im Normalfall rund 80% im Vergleich zur Glühlampe), ist unbestritten. Dass bei den Energiesparlampen jedoch auch qualitativ schlechte Produkte auf den Markt geworfen wurden, ist sicher auch richtig, aber ja nicht der Kernpunkt im Film.
Bei aller Affinität zur Glühbirne: sie ist ein schlicht extrem energieineffizientes Produkt! Und beim allem Verständnis für die Befürworter des reinen Marktliberalismus, sorry to say: wir leben in einer Welt, wo es eben nicht nur darum geht, für sich selbst verantwortlich zu sein, sondern wo die Art, wie wir Energie verbrauchen eben auch Auswirkungen auf alle hat. Deshalb werden u.a. Treibstoffe effizienter gemacht, Gebäude sollen weniger Energie verbrauchen und eben auch unsere Haushaltsprodukte weniger Energie verschwenden. Vom notwendigen verhaltensbezogenem Systemwandel in Sachen Energieverbrauch ganz zu schweigen. Es ist legitim zu sagen, dass man die Gewichtung zwischen den einzelnen Sektoren oder Produktgruppen nicht angemessen findet. Aber das wird im Film nicht getan, denn wie wir Energie einsparen ist den Machern von Bulb Fiction offenbar ziemlich egal. Das ist wie gesagt legitim, aber meiner Meinung nach eben falsch.

Der Umgang mit Umweltgiften & die Schwäche bei Kontrolle bzw. Entsorgung
Hier macht Blub Fiction einen wichtigen Punkt, indem er den unsachlichen Umgang mit Umweltgiften wie Quecksilber thematisiert. Es mangelt an Kontrollen und beim Recyceln sind die Zustände offenbar auch unbefriedigend. Das betrifft sehr viele Bereiche und Stoffe und ist wahrlich kein Energiesparlampen-Spezifikum.
Blub Fiction konzentriert sich jedoch ausschließlich auf das Quecksilber-Problem in der Energiesparlampe und ignoriert – abgesehen von einem zu Wort kommenden Umweltmediziner – die Probleme, die sich in vielen anderen Substanzen und Produkten befinden. (man denke nur an Batterien und Elektrogeräte aller Art) Die Quecksilber-Diskussion ist übrigens nicht neu. Ich erinnere nur an die jahrelangen Amalgam-Debatten bei Zahnfüllungen oder – wie wir es noch als Kinder gelernt haben – den Umgang mit quecksilberhaltigen Fieberthermometern, die auch das eine oder andere mal in Haushalten kaputt gegangen sind. Nur zum Vergleich: Bei Untersuchungen der Stiftung Warentest wird angegeben, dass in einer Energiesparlampe meist etwa zwei Milligramm Quecksilber enthalten sind. (meist sollten es noch weniger sein) Fünf Milligramm soll das Maximum laut EU-Verordnung sein. Das (mitterweile in der EU verbotene) Quecksilber-Fieberthermometer enthielt 1 Gramm Quecksilber, also das 500fache einer durchschnittlichen Energiesparlampe.
Dennoch ist natürlich Vorsicht geboten, insbesondere wenn die Energiesparlampe zerbricht während sie brennt. Tatsächlich bin ich auch der Meinung, dass man im Bereich Entsorgungsangebote und Informationsmaßnahmen deutlich besser agieren könnte. Immer noch landen laut GLOBAL 2000 80 Prozent der Energiesparlampen im Restmüll.

Schwache EU-Performance
Stichwort Informationspolitik. Wie sich die EU-Kommission im Film präsentiert, ist auch nicht gerade ruhmbekleckernd. Es gibt eine Szene, in der die Pressesprecherin der EU-Kommission (anstelle der angefragten EU-Kommissare) auf Fragen antwortet, und dabei immer wieder den Fachexperten konsultiert, der nicht im Bild ist bzw. – wie erläutert wird – sein darf. So wird nicht gerade Vertrauen bei BürgerInnen geschaffen. Dass es offenbar keine Klarheit bei der Aufnahme gegeben hat, wann man on -und wann offrecords sei, ist aber auch ein kleines Foul von Mayr. Üblich und fair ist, wenn man das mit dem Interviewpartner klärt. Aber das nur am Rande.
Generell ist der Auswahl der Akteure recht einseitig. Das ist natürlich legitim, wenn es der Intention des Filmes entspricht. FDP-Abgeordnete Holger Krahmer, der BWL-Professor und Hedgefonds-Manager Max Otte oder die beiden Vertreter der Lichtdesigner-Vereinigung, die sehr viel Platz im Film erhalten, kontextualisieren den Inhalt natürlich entsprechend ihrer Agenda. Dass die Umweltseite nicht besonders gut aussteigt, wird geschickt dargestellt. Unverständlich eigentlich, denn die Umweltorganisationen beziehen sehr konkret Position sowohl zum Energiesparen wie auch zur Quecksilberbelastung.
Der Kernvorwurf der Filmemacher ist, dass die Öffentlichkeit bzw. Politik in Sachen Energiesparlampen manipuliert wurde, um die EU-Verordnung durchzusetzen. Konkret ist von “Propaganda” die Rede. Streng genommen arbeitet der Film selbst jedoch ebenso recht einseitig und wirkt in meiner Wahrnehmung potentiell manipulativ. Tatsächlich muss man mündiger, gut informierter Bürger sein, um aus den unterschiedlichen Quellen nützliche Informationen zu beziehen.

Wie gesagt, unsere Gesellschaft ist in Zeiten einer tiefen Vertrauenskrise in öffentliche Informationen und Institutionen, sehr zugänglich für die Darstellung von “Machenschaften” und Verschwörungen aller Art. Nahezu JEDER Inhalt – auch aus dem ökologischen Bereich – ist in irgendeiner Weise angreifbar. Für nahezu jedes Gutachten ist ein Gegengutachten heranziehbar. Unser Ziel als Gesellschaft muss jedoch sein, dass sachliche Entscheidungen im öffentlichen Interesse eben keine Glaubensfrage darstellen. Und öffentliches Interesse ist unter anderem die Reduktion des Energieverbrauchs wie auch der substantielle Beitag zum Klimaschutz. (und ja, natürlich auch der Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen) Ohne ordnungspolitische Maßnahmen wird das nicht gehen.
Es ist schade, dass es bei Bulb Fiction nicht wirklich gelungen ist, sich von Glaubensfragen zu entkoppeln, sondern der Dokumentarfilm letztendlich eine Bewegung für die Wiedereinführung eines (eben leider ineffizienten) Produkts darstellen will. Wo der Film wie gesagt richtig ansetzt ist bei der Schwächeanalyse und Bewusstseinsbildung für Auflagen bei der Verwendung von Quecksilber und bei der Entsorgung. Nicht bewerten kann ich die diversen lichttechnischen Aspekte ehrlich gesagt.

In einem Folgepost widme ich mich demnächst – anlässlich von Bulb Fiction – der Regulierung komplexer Materien. Ein schwieriges Thema, zugebenermaßen.

Abschlußanmerkung “in Zeiten wie diesen”: Im Sinne der Transparenz verweise ich darauf, dass ich in keinerlei geschäftlichem- oder Auftragsverhältnis zur Leuchtmittel-Industrie stehe.

Lesenswert ist übrigens dieser Praxistest von Roland Giersig, der seinen Haushalt soeben auf LED umstellt.





Veranstaltungshinweis – Die Zukunft der Beleuchtung

4 06 2009

Da auch auf Guensblog immer wieder über Sinn und Unsinn des sog. Glühbirnenverbots diskutiert wurde, hier ein Veranstaltungshinweis auf ein interessantes Stadtexpertengespräch des Grünen Klubs im Rathaus zur Zukunft der Beleuchtung.

Richtigerweise geht es hier primär  um die Frage der technologischen Weiterentwicklung und was auf uns zu kommt. Könnte nichts destotrotz eine emotionsgeladene Diskussion werden.

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Aus für die Glühlampe?  – Die Zukunft der Beleuchtung

Montag 8. Juni 2009, 18:30

Rathaus Wappensaal

Die Einladung ist auf Christoph Chorherr´s Blog zu finden.





LED there be light

19 01 2009

Wie vor einigen Wochen gebloggt, hab ich anläßlich meines Plädoyers für das Glühbirnenverbot eine ganz neue LED Lampe (7W) bestellt, die einen kleinen Meilenstein in der Entwicklung energieeffizienter Beleuchtung im Haushaltsbereich darstellen soll.

zetalux_meSeit einigen Tagen hab ich sie nun in Verwendung und ich bin durchaus beeindruckt. Aber nicht vom stattlichen Preis von 50 us-d (shipping exklusive!), sondern auch von den Eigenschaften. Was auffällt, ist, dass die Lampe deutlich schwerer ist als herkömmliche Glühbirnen und auch als Energiesparlampen. Keine Sorge, wirklich schwer ist sie nicht, aber man merkt, dass darin durchaus jede Menge Technologie stecken muss. Was übrigens auch der Fall ist. Denn eine LED Einheit an sich reicht nicht, um entsprechend viel Licht zu erzeugen. Folglich werden nun viele LED´s in einer Lampe konzentriert und entsprechend gerichtet. Das erklärt auch den hohen Preis.

Der Test mit dem Strommeßgerät beweist, dass die Zetalux 7W tatsächlich ziemlich genau ein Drittel der vergleichbaren Energiesparlampe (im persönlichen Test keine Billigenergiesparlampe, sondern eine hochwertige von Osram) benötigt und ungefähr die gleiche Leuchtkraft bewirkt. Sie ist mit ihren 7W wirklich stark.

led_lichtSchwer tu ich mir in der Einschätzung des Lichtspektrums. Die von mir bestellte Lampe ist die “Warm Light” Variante (auch cold ist erhältlich) – ein signifikanter Unterschied zur Energiesparlampe ist für meine Laien-Augen nicht erkennbar. Aber ehrlich gesagt bin ich mit der Qualität hochwertiger Energiesparlampen auch nicht unzufrieden.

Beeindruckend ist natürlich persönlich nicht kurzfristig testbare angegebene Lebensdauer von 50.000 Betriebsstunden. Man sieht, der Erwerb einer Zetalux LED Lampe ist quasi was für die Ewigkeit und nicht nur für ein kurzes Intermezzo. In diesem Sinne schließe ich: LED wird eine ernsthafte Alternative auch im Haushaltsbereich. Jedoch müssen die Kosten noch gedrückt werden, denn der Markt hat schon bislang bewiesen, dass Lebensdauer und unglaublich geringe Betriebskosten für viele Konsumenten kein ausschlaggebendes Argument waren.

Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu Energiesparlampen übrigens: LED´s enthalten kein Quecksilber oder andere giftige Substanzen.

Weitere Infos gibt´s auf GoGreenSolar und dem Hersteller Earth LED.

Lustig und durchaus interessant das “Testvideo” von Hank Green auf EcoGeek:





LED statt Glühbirne – ein Verbot als Innovationsmotor

22 12 2008

Viele Pro´s und Contra´s gab´s in letzter Zeit zum Glühbirnen-Verbot in der Europäischen Union. DNahezu alle Medien haben darüber berichtet. Der Kurier hatte eine kontroverse Diskussion, auch im Standard erschien ein interessanter, kritischer Beitrag eines Lichtplaners. as Ökocenter Blog hat die aktuellen Entwicklungen rund um das Glühbirnen-Aus kürzlich in einem Posting zusammengefasst.

Prinzipiell habe ich auch für jene Verständnis, die Bedenken äußern, insbesondere was die Qualität der Energiesparlampen betrifft (wobei manche Kritikpunkte insbesondere im Haushaltsbereich  leicht zu entkräften sind). Bei vielen Produkten, die am Markt erhältlich sind, gibt es tatsächlich Problem mit Lichtqualität, Haltbarkeit und Dimmbarkeit. Es flackert schlicht bei einigen Energiesparlampen grausam, wenn man versucht die zu dimmen – ich kenn das Problem.

Warum ich dennoch der Meinung bin, dass das stufenweise Glühbirnen Verbot sinnvoll ist, ist der enorme Innovationsschub der für neue Produkte ausgelöst wird. Insbesondere in der LED Technologie, aber auch in der Weiterentwicklung der Energiesparlampe.

Es gibt genug Beispiele, wo ohne ordnungspolitische Maßnahmen der Druck für neue Innovationen nicht ausreichend gewesen wäre. All die Alternativen zu den FCKW in den 80er und 90er Jahren hätte es kaum gegeben, wäre nicht klar gewesen, dass es zum (nahezu) weltweiten Phase-out kommt. Auch die Autoindustrie hätte wahrscheinlich deutlich früher schärfere Effizienzkriterien gebraucht. Denn der Markt interessiert sich nicht für Energieeffizienz relativ wenig.

Aber nochmals zur Alternative in der Beleuchtung.

LED steht für Licht Emittierende Diode. LED-Beleuchtung ist schon seit längerem im Einsatz, vor allem in der Signal- und Reklamebeleuchtung; jedoch aufgrund vergleichsweise geringer Lichtausbeute und fehlender Verfügbarkeit aller Lichtfarben nur in Nischen im Einsatz und kaum im Haushalt.

Das wird sich jedoch ändern. Alle großen Unternehmen im Beleuchtungsbereich arbeiten an neuen LED Lösungen. Und insbesondere für die kleinere Unternehmen, die schon lange innovativ in diesem Segment forschen, ist nun die Chance größer.

zetalux_led_buy_now_mediumErst kürzlich wurde ein Produkt präsentiert, das zeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Earth LED ist schon seit einigen Jahren im LED Bereich aktiv und hat nun mit der Earth LED ZetalLux Leuchte ein weiteres interessantes Produkt vorgestellt, das  sich offenbar schon den Qualitäten der Glühbirne nähert. Die 7 Watt Lampe ist vergleichbar mit einer herkömmlichen 60 Watt Glühbirne. Mit rund $ 50,-  ist der Ankaufspreis natürlich nicht gering; die Betriebskosten sind jedoch derart gering, dass es einen Versuch wert ist. (ich erlaube mir einen Selbsttest) Insbesondere das Lichtspektrum macht die Sache qualitativ interessant.

Ich bin gespannt; die Produktbeschreibung und einige Onlinetests versprechen einiges (siehe unten). Und das ist nur Beginn einer Vielzahl neuer innovativer Entwicklungen.

Klar gäbe es Innovationen auch ohne Verbot – aber zumindest eine Beschleunigung der Entwicklungen und ein Rennen um den Wettbewerbvorteil wird erreicht.

“ZetaLux is built upon the latest LED Engine from CREE allowing for amazing efficiency, high output and a new benchmark in Color Rendering Index (CRI) performance. CRI is a a good way to determine the quality of light and its faithfulness to render colors correctly, EvoLux features a a CRI of 75 for cool white and 80 for Warm White making them exceptional for LED Light Bulbs.

The ZetaLux has been designed to the most exacting standards of any LED light bulb currently on the market. From its oversized aluminum heat sink to its flame retardant plastic, to its shatter proof lens, the ZetaLux is built to perform safely and efficiently for over 50,000 hours. The ZetaLux’s rugged design also allows it to perform under the harshest conditions including frigid -50 degree frost all the way up to scorching 180 degree heat with 95% humidity.”

(Quelle Pressetext ZetaLux)

via Cleantechblog